Wenn die eigene Familie Pflege braucht – wie viel kannst du selbst tragen?
Shownotes
In dieser Episode sprechen wir über:
• Pflege von Angehörigen und den schleichenden Rollenwechsel innerhalb einer Familie • Tamaras persönliche Erfahrungen mit ihrer an Demenz erkrankten Oma • Demenz aus Sicht einer Enkelin und Pflegefachkraft • den Unterschied zwischen professioneller Pflege und der Pflege eines geliebten Menschen • Orientierung, Struktur und Alltag bei einer dementiellen Erkrankung • emotionale Belastung und persönliche Grenzen • warum Angehörige nicht alles selbst übernehmen müssen • ambulante Unterstützung und professionelle Pflege • die schwierige Frage nach einem Pflegeheim • warum professionelle Unterstützung kein Zeichen fehlender Liebe sein muss • die Bedeutung gemeinsamer schöner Zeit • die Frage, wie abhängig unser Pflegesystem von Angehörigen ist
Unsere Frage an euch:
Habt ihr selbst einen Angehörigen gepflegt oder begleitet?
Wo liegt für euch die Grenze zwischen „Natürlich mache ich das für meine Familie“ und „Ich kann das nicht mehr“?
Schreibt uns oder diskutiert mit uns auf Instagram, TikTok, Facebook und YouTube.
🎙️ Pflege – Eiskalt Aus unserer virtuellen Stationsküche – persönlich, direkt und ohne Hochglanzfilter.
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:01: Moin.
00:00:03: Servus!
00:00:05: Moin!
00:00:07: Willkommen zu einer neuen Portres-Episode von Fliegereiskeiten mit mir, Helge
00:00:12: Mit mir, Timon
00:00:14: Und mit mir Heike.
00:00:15: Ja Wir sind wieder in unserer Eiskeiten virtuellen Stationsküche.
00:00:20: Tamara und mich sieht man in dieser Episode.
00:00:23: Ach, Heike jetzt doch auf weil...
00:00:25: Ja Zeit war er so schon.
00:00:27: Ja Heike muss manchmal ein bisschen weg sehen zwischen liegen und sitzen.
00:00:34: So ist das, wenn man alt wird.
00:00:38: In alter Würdigen wollte ich sagen ...
00:00:45: In
00:00:45: Würde-Altern?
00:00:46: Das ist echt eine Herausforderung auch in meinem Alter!
00:00:52: Ja wir freuen uns wieder hier zu sein und dass ihr auch natürlich rein hört.
00:00:56: und first of all wie war euer Wochenende?
00:01:03: Ich fang ja immer anders
00:01:04: Immer
00:01:05: Wie immer.
00:01:07: Mein Wochenende war schön!
00:01:10: Ich war noch unterwegs in Österreich und bin ja dann Sonntag wieder nach Hause gekommen, nach etwas längerer Zeit und es war richtig irgendwie voll ungewohnt wieder so in einer komplett anderen Wohnung und direkt anderer Abendsablauf wie sonst?
00:01:32: Ja das glaube ich
00:01:34: Das war so richtig nochmal anders irgendwie.
00:01:38: Paul war ja mit mir mit, der dachte sich glaube ich auch kurz... Ah jetzt sind wir da wieder!
00:01:47: Das ist ja mein Körbchen.
00:01:51: Ja das war gar nicht mit des Körpchens?
00:01:53: Nee es ist so groß.
00:01:54: er hat eine Schale und die habe ich jetzt nicht mitgeschleppt.
00:02:04: Er hatte tatsächlich seinen Kisten mit, ja.
00:02:07: Und diesmal hat er auch sein Kokosöl mit gehabt oder?
00:02:09: Ja, wirklich!
00:02:10: Natürlich!
00:02:11: Ah, Zähne wurden also geputzt einmal die Woche.
00:02:13: Zähnene
00:02:14: wurden geputst und Fell wurde gekämpft.
00:02:15: Einmal... Einmal die Woche!
00:02:17: Dirty Frutty.
00:02:19: Oh, Dirty frutty!
00:02:22: Und das war doch die Show mit Heller von Sinnen und
00:02:29: Hugo Egonbeider.
00:02:31: Wo war der Tutti Frutti?
00:02:33: Da hatten die an den Nippeln bei den Frauen immer so nippel aufsetzen.
00:02:37: Und da konnten sie so drrrr... Also, da
00:02:39: war so ein
00:02:41: Fahrrad dran und dann konnten die immer mit den Brüsten zuhugen.
00:02:44: Dann haben sich die immer so gedreht als heute beim Tutti-Frutti im
00:02:48: Reich.
00:02:49: Die guten Eilzeiten!
00:02:51: Tutti Frutti!
00:02:52: Wie
00:02:54: war's bei dir, Heiko?
00:02:55: Bei mir kann
00:02:55: das ganz kurz machen.
00:02:58: Sport lernen
00:02:59: liegen
00:03:00: Schlafen, Essen.
00:03:01: Das war's!
00:03:02: War schön.
00:03:03: Ein Freundchen?
00:03:04: Ja.
00:03:07: Hänge du warst
00:03:09: ein?
00:03:09: Oh Gott ich weiß grad gar nicht mehr was wir in den Wochenende gemacht haben.
00:03:15: Ich weiß es gerade ehrlich gesagt nicht höher als ich gemacht habe.
00:03:17: Nee, es waren hier alle krank.
00:03:21: So alle waren... Also wie letzte instanzige gesund geblieben ist.
00:03:27: Ich war auf dem ersten Kindergeburtstag, wo mein Sohn zu Gast war.
00:03:31: Bei uns hier in der Spielhalle war da als Gast mit, hab ein bisschen aufpassen zu gucken.
00:03:40: Ist ja auch mit kleinen Kindern an den Wild und die Eltern nachversucht ein bisschen zu unterstützen.
00:03:45: Das hat ganz viel Spaß gemacht, war cool!
00:03:48: Und Sonntags...
00:03:49: ...das hat echt Spaß gemacht?
00:03:51: Ja, das war witzig.
00:03:52: Doch, das hat wirklich Spaß gemacht!
00:03:54: Und Sonntags...
00:03:56: Dann gab es aber Bier.
00:03:57: Das gibt's
00:04:00: seitdem.
00:04:00: Gab es Bier?
00:04:00: Nee gar nicht.
00:04:01: Wir haben schon Kaffee getrunken und unterhalten.
00:04:04: Und die Kinder haben ja schön gespielt.
00:04:05: Deswegen...
00:04:07: Also nicht wegen die Kinder, die da geboren sind.
00:04:10: Ich glaube es sind nicht so in solchen Dingern viel los oder laut und so?
00:04:15: Ja das war schon aber das hat sich immer gut verteilt weil der Platz wo wir saßen war halt ruhig und dann die ich sag mal die Klettergerüste usw.
00:04:25: Die waren ein bisschen mittig in der Halle.
00:04:30: verteilt.
00:04:30: Also er ist jetzt nochmal zum Kindergeburtstag eingeladen bei einem Freund zu Hause, ich glaube das wird ein bisschen lauter.
00:04:37: Aber
00:04:39: da musst du nicht bleiben oder?
00:04:41: Das steht
00:04:44: auch.
00:04:44: Mama und Papa sind herzlich willkommen statt mit der Einladung und ein Kumpel von dem anderen Kind geht auch mit und ich glaube dann komme ich auch mit.
00:04:53: Wenn ich mich so zurück erinnere wenn also meine Eltern waren nicht eingeladene
00:04:57: auf Kindergeburze Ich weiß,
00:05:00: ich kann mich an meinen dreijährigen Geburtstag nie erinnern.
00:05:05: Ja gut aber nee das glaube ich nicht!
00:05:08: Aber wir als Kinder waren immer alleine bei dem Geburtstall.
00:05:11: So weit ich mich zurückerinnern kann... ...ich kann das nicht direkt definieren wie weit es geht.... ...aber da haben doch die Eltern das immer allein.
00:05:17: Aber das ist jetzt auch neu der doppelte Strass.
00:05:22: Ich stelle mir das doppelt Strass sich vor.
00:05:24: du lest die... Ganzen Freund von deinem Kind an, ein und
00:05:28: die Eltern.
00:05:29: Die fremden Eltern,
00:05:29: die kann man lernen.
00:05:30: Und dann noch die Eltern!
00:05:32: Die wollen auch was zu trinken haben...
00:05:34: oder die schreiben das halt nicht auf die Karte und hoffen einfach dass man zu Hause bleibt.
00:05:44: Das war so mein Highlight vom Wochenende.
00:05:47: Du solltest bestimmt
00:05:48: mithelfen?
00:05:49: Ja, davon auch gut sein.
00:05:51: Ihr solltet bestimmt mitherelfen, da seid ihr mit eingeladen.
00:05:54: Aber jetzt springen wir mal direkt in unsere heutige Episode rein.
00:06:00: Unser heutiges Thema der Episode, stellt euch vor ein Mensch den ihr euer ganzes Leben kennt.
00:06:12: Er kennt einen aber selber irgendwann nicht mehr wieder und plötzlich ist man nicht die Tochter oder der Partner sondern halt einfach eine Person.
00:06:26: Und genau darüber reden wir heute und da wird uns Tamara ein bisschen zu erzählen.
00:06:34: Ja.
00:06:36: Das Stage ist yours, Tamara!
00:06:38: Also
00:06:39: Tamara, nimm uns mit
00:06:41: in deine Eindrucke...
00:06:43: In deiner Omi.
00:06:46: In meiner Omi-Welle?
00:06:49: Ja, es war ja.
00:06:50: also am Anfang war sie ihr nur so.
00:06:55: Jetzt könnte man ja mal als Enkelin wieder zur Oma fahren und so ein bisschen auch mit der Zeit verbringen.
00:07:00: Und irgendwie ging es ja dann doch schnell eher in die Richtung, man musste ja oft ein bisschen betreuen und langsam wird's dann doch mehr!
00:07:12: Dann habe ich mich dazu entschieden dass ich sie dreizehn Tage lang betreue.
00:07:19: Die ist nämlich jetzt schon in einer eher ein bisschen vorgestrittenen Dementenfase.
00:07:28: Und dann habe ich mir erst am Anfang gedacht, ich kenne meine Oma und ich weiß ja wie wir so miteinander auch matchen und wie wir unseren Tag immer rüber verbracht haben und wir haben sehr sehr inniges Verhältnis.
00:07:42: also wir sind sehr sehr eng.
00:07:43: Ich war schon immer ein Oma Kind und hing eigentlich so immer an ihrem Rockzipfel Als kleines Mädchen schon und war immer, also die hat ja früher in Hessen gewohnt mit meinem Opa noch.
00:07:57: Und ich war immer als Kind.
00:07:59: das war für mich wie Weihnachten und Ostern zusammen wenn sie kamen.
00:08:02: Also die kamen immer in den Sommerferien meistens und dann gleich für so zwei drei Wochen und es war für nicht zailat.
00:08:09: Ich war so nervös!
00:08:10: Ich konnte nicht in Kindergarten oder Schule... ist doch
00:08:14: schön.
00:08:14: Ich konnte den Arm vorhin schlafen und dann, wir hatten immer unsere Zimmer oben im zweiten Geschoss.
00:08:21: Und wenn ich das Auto gehört habe also wie die Autotüren zu knallen wusste ich jetzt ist mir gekommen bin ich da runter gerannt wie eine Irre und oh mein!
00:08:31: Also ich kann es nicht fassen dass sie dann da war und dass sie länger blieb.
00:08:37: Und ich bin auch dann in der Früh immer, wenn ich aufgeschnitten bin sofort im Ihrzimmer und gucken ob sie noch schläft oder ob es jetzt auch mit aufsteht.
00:08:45: Also ich war immer Feuer- und Flamme.
00:08:49: Ich bin ja heute noch bloß... Jetzt dreht sich das so ein bisschen um.
00:08:54: Sie hat mich sehr liebevoll gekümmert immer und war halt immer Oma mit Leib und Seele, aber jetzt ist sie halt immer noch Oma.
00:09:04: Aber das weiß ich schon gar nicht mehr so ganz genau, dass die noch Omer ist.
00:09:09: Und es ist mir mal ganz verwundert wenn ich hier das erzähle.
00:09:15: Du bist ja auch immer so ein Abschnitt, ne?
00:09:17: Also du bist ja... Ich meine, du warst es ja aber meine ich schonmal bei deiner Oma!
00:09:23: Ich war schonmal im März genau Also das mit der Demenz, das zieht sich ja schon über ein paar Jahre.
00:09:28: Und es war halt am Anfang ... War das gut überspielt?
00:09:32: Weil mein Opa noch gelebt hat und er war im Kopf sehr klar.
00:09:35: Und er hat die Oma kompensiert und die OMA hat seine Körperlöschen kompenseriert.
00:09:41: Dann ist's gar nicht so aufgefallen!
00:09:43: Und dann hatten die noch ihren eigenen Haushalt und haben auch noch mal weiter entfernt gewohnt.
00:09:47: Es ist nicht so ausgefallen als der gestorben ist.
00:09:49: Das ist total aufgefallen, dass sie eigentlich...
00:09:52: Nicht mehr alleine zurechtkommt.
00:09:54: Nee, und auch schon ein bisschen Merdement ist.
00:09:56: Und ähm... Krass!
00:09:58: Die
00:09:59: Paare sich ergänzen oder wie die?
00:10:00: Ja,
00:10:02: die waren so'n eingespieltes Team.
00:10:05: Wenn ihr was nicht eingefallen ist auf dem Telefon wenn sie mit Leuten telefoniert hat dann hat er das einfach kurz gesagt.
00:10:13: Jetzt telefonieren eigentlich schwierig mit ihr weil sie nicht so genau weiß, was sie dann sagen sollen und mit den Antworten.
00:10:23: Was ist dir als erstes aufgefallen, als du da warst?
00:10:28: jetzt?
00:10:28: Also was sich so verändert hat von März bis jetzt September?
00:10:35: Wir haben ja alle einen Schlüssel für die Wohnung und dann bin ich morgens um neun Uhr, war ich schon da und habe ich aufgesperrt.
00:10:46: Es war immer auch schon so, dass ich immer rein bin.
00:10:49: Hallo Oma!
00:10:50: Und da war keine Oma.
00:10:53: Ich dachte mir, wo ist sie?
00:10:54: Eigentlich sitzt sie in ihrem Stuhl und wartet auf mich.
00:10:58: Sie weiß eigentlich auch, dass sich dann komme.
00:11:00: Wenn sie sich nicht merken kann, steht es auf irgendeinem Zettel... ...und dann lag sie noch im Bett.
00:11:05: Und dann war ich bei ihm zu Hause und sagte, was machst du denn mit dem Bett?
00:11:10: Dann sagt sie, ja soll nichts aufstehen
00:11:12: oder?!
00:11:13: Und da war kein Hallo und da bist du ja endlich, sondern nur so... Ah!
00:11:17: Soll ich jetzt aufstehen?
00:11:19: Was soll ich denn jetzt
00:11:20: machen?".
00:11:22: Dann dachte ich mir so okay gut.
00:11:24: Also ich bin eigentlich direkt angekommen.
00:11:26: Ja.
00:11:27: Und dann... Vor der richtigen
00:11:28: Zeit auch.
00:11:29: Du warst genau richtig da.
00:11:31: Aber das ging einen schon nahe oder?
00:11:33: Ja weil normalerweise ihre Begrüßung war immer so herzlich begrüßt lange umarmt.
00:11:43: Das war immer so herzlich und zur voller Freude von beiden Seiten.
00:11:49: Und jetzt hat sie mich schon angelächelt, aber sie dachte nur, Gott sei Dank ist endlich mehr da, weil ich weiß überhaupt nicht was ich machen soll!
00:12:02: Ich glaube nicht, dass sie im ersten Moment wusste wer ich bin.
00:12:06: Sie wusste schon, ich gehöre zu ihr, aber ich glaube, Wer konkret ich war.
00:12:11: Und die Wohnung muss man dazu sagen, ist eine ganz alte Wohnung und auch sehr hellhörig.
00:12:18: Ich hatte ja den Paul dabei weil das organisatorisch nicht anders ging und dann hat der direkt erst mal zum Bellen angefangen.
00:12:25: also es war kaos pur!
00:12:27: Die ersten Zählen.
00:12:29: Und sie hat dann auch gleich gesagt, mein Gott was macht denn der Köter hier?
00:12:33: und um Himmel zu willen?
00:12:36: Was ist denn jetzt hier los und bleibt ihr hier jetzt?
00:12:40: Sie war auch ein Teil verzweifelt am Anfang.
00:12:42: Ich hielt irgendwie auch ein bisschen und der Hund auch!
00:12:46: Wie lange hat das gedauert, bis ihr euch dann so an dem Tag eingespielt habt?
00:12:51: Jetzt muss man ja sagen.
00:12:52: Man ist ja doch irgendwie vom Fach so ein bisschen und man kennt sich damit aus.
00:12:56: Und ich habe dann erst mal mich zu ihrem Bett gesetzt und gesagt, Mensch, oh, wie freust du dich nicht, dass ich da bin!
00:13:03: Ich bin doch deine Enkelin!
00:13:05: und hab so ihre Hand genommen.
00:13:08: Und dann hat sie irgendwann auch so, ach ja schön da bist du ja!
00:13:13: Dann fing es langsam zu an und sag ich was hältst du von mir mit Frühstücken?
00:13:16: Und dann ziehst du dir jetzt erst noch etwas an... ...und dann ging das so los.
00:13:20: und dann habe ich gesagt du machst dich doch immer so schick und sagt ja das mache ich jetzt auch.
00:13:24: und dann war sie irgendwie voller Taten dran.
00:13:26: und dann hat sich Schick angezogen und ihre Haare frisiert und dann ging des langsam
00:13:33: aus.
00:13:34: Ja, das macht sie alles noch.
00:13:36: Aber es gibt auch Tage, wo man ihr das dann halt nochmal sagen muss also...
00:13:41: Aber dann macht sie's auch wie immer quasi?
00:13:43: Dann macht sichs wie immer ja!
00:13:45: Aber der hat halt Orientierung gebraucht und Ruhe und die hast du dir dann gegeben ne?
00:13:51: Und so ein bisschen eine Struktur.
00:13:53: Sie wollte schon irgendwie von mir wissen was wir jetzt tun.
00:13:57: Also würdest du schon so sagen da gibts schon kleine Momente wo sie deine alte Omi ist?
00:14:02: Ja, total.
00:14:04: Also das ist ja immer so sehr persönlich.
00:14:07: dann aber ich finde man hat jetzt so nahen Menschen.
00:14:11: also so geht es mir oft hat man ja auch immer spezielle kleine Kleinigkeiten die einem irgendwie so die man dem zuordnet und bei ihr ist sie riecht immer ganz gut.
00:14:25: Also dieser Geruch geht nicht aus meiner Nase.
00:14:27: Ich kann nicht beschreiben, wie das riecht aber ich hab das immer in meine Nase, ich weiß, wie sie rieht.
00:14:34: Ich weiß es auch jetzt.
00:14:35: also ich weiß gar nicht, dass du richtig bestellst und
00:14:37: das ist so...
00:14:39: Du kommst in ihr Zimmer rein und es riech... Das ist so vertraut und das hat sich halt immer alles noch.
00:14:45: oder auch diese Wie Sie spricht und wie sie dann auch ihre Gesten, das hat sie schon noch bloß Sie teilt es halt nicht mehr ganz so oft mit wie früher.
00:15:00: Also ich kann verstehen, was du mit dem Geruch meinst?
00:15:04: Unsere Oma hatte das nicht diesen Geruch.
00:15:06: Die hatte diese krasse Herzlichkeit und dieses Gesicht und dieser Ausdruck von Oma und die Haltung – das weiß ich auch!
00:15:16: Und wie sie immer reinkam, immer diese kleinen drei Klopfer an der Tür ganz
00:15:21: stark...
00:15:22: Dann kamen sie dann rein, die ist nie so in die Küche reingekommen.
00:15:26: Die hat immer so im Winter, sind ja immer alle Türen zu.
00:15:28: Da hat sie immer drei zarte Klopfer gemacht.
00:15:30: Aber ich kann mich an meine Tantmammen, hieß die unsere Nachbarin Helga, hat sie nie kennengelernt weil da hatte Helge noch nicht gelebt.
00:15:38: wir sind ein paar Jährchen auseinander und an der ihren Geruch kann ich mich auch erinnern.
00:15:47: Das verbindet man mit Menschen.
00:15:50: nah waren mal über eine gewisse Zeit und ich meine Oma das kann man nicht vergleichen mit einer Nachbarin aber die war mir früher sehr nah, muss ich sagen.
00:16:01: Aber Omas übertrifft einfach nichts wenn man ne gute Oma hat.
00:16:04: Das ist einfach toll.
00:16:07: oder
00:16:07: auch ihren ganzen Schmuck.
00:16:09: sie hat ganz viel schmuck und als Kind habe ich das immer bewundert und wir hatten zu Hause ein guestzimmer mit so einem Spiegel also Das ist so ein Kosmetik-Tisch mit einem Spiegel.
00:16:26: Da hatte sie dann immer ihre ganzen Sachen und ich saß da immer als kleines Mädchen, hab ihren ganzen Schmuck angezogen.
00:16:33: Es hat mich so fasziniert ... Und das hat sie heute noch!
00:16:37: Ich weiß halt noch ganz genau, dass hätte ich als kleine Mädchen dann immer anprobiert und das.
00:16:43: Das hat mich begeistert und ich find es so toll wenn sie alles noch anzieht.
00:16:48: Ja, das ist halt dann immer wie früher für mich.
00:16:52: Liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer!
00:16:54: Wir durften ja... wir haben die Omi ja nie noch nicht kennengelernt, vielleicht haben wir nochmal irgendwann das Vergnügen.
00:17:00: aber wir durften Fotos sehen
00:17:02: und
00:17:03: die Oma ist eine schicke Omi.
00:17:04: Eine
00:17:05: sehr elegante Dame?
00:17:07: Ja,
00:17:08: die hat
00:17:08: wirklich ... Die Oma isse ganz schicker muss ich auch sagen.
00:17:12: So eine große, dunkle Sonnenbrille hatte sie aus.
00:17:14: Ein bisschen wie so ein Ordre-Hatburn-Frisur.
00:17:18: und dann diese große, dunke Sonnen brille... Und man sieht das es da eine Omi ist.
00:17:23: Tamar!
00:17:24: Das sieht man.
00:17:25: Da liegt schon viel Alters- und Lebenserfahrung dazwischen.
00:17:29: Das muss man ja sagen.
00:17:30: Aber man sieht dass ihr auch eine Familie seid.
00:17:35: Ja ich würde auch sagen, dass ich glaube von ihr am meisten habe.
00:17:39: Also ich komme extrem nach ihr, wenn man Kinderbilder anschaut von ihr als kleines Kind.
00:17:45: Sie sieht sie genauso aus wie ich.
00:17:47: also ich glaube ich komm komplett nach ihr auch charakterlich.
00:17:52: wir sind vom Charakter auch ähnlich ganz anders tatsächlich am ähnlichsten.
00:18:02: schön
00:18:03: ist es für dich denn manchmal wirriger da du weißt als Fachkraft, dass es eventuell noch schlimmer werden wird oder dass der Zuschauer auch jeder Zeit ändern kann?
00:18:16: Ja man hat schon eigentlich die ganze Zeit Angst das.
00:18:20: Also ich hatte immer nachts bevor ich dann ins Bett gegangen bin dachte ich mir immer hoffentlich liegt sie jetzt wohl in ihrem Bett und auf mich schläft sie überhaupt.
00:18:30: also ich wusste nicht schläf sie wirklich.
00:18:33: Und dann stellt man sich auch immer die Frage, wenn sie alleine ist.
00:18:37: Was macht sie wohl?
00:18:38: Ich hab's ja manchmal mal so ein, zwei Stunden alleine gelassen weil ich mir Paul daraus musste und ein paar Dinge besorgen und so.
00:18:46: Dann habe ich mir schon immer gedacht, was macht ihr jetzt?
00:18:49: Hoffentlich sitzt in der Hundstuhln, hoff ich stürzt sie nicht!
00:18:52: Wenn sie stürzelt, hoffen die Felsen nicht auf den Kopf oder bei den älternen Leuten ist das schnell der Oberschenkel heiß gebrochen.
00:19:01: Also man malt sich daher alles aus und hoffentlich macht es jetzt nicht irgendeine Herplatte an oder kommt nicht auf die Idee, sich was essen machen und schneidet sich dann in den Finger.
00:19:10: Und also was man sich da alles überlegt?
00:19:12: Da muss man echt total... Ich habe irgendwann gedacht okay gut aber wenn ist das halt so.
00:19:19: Du kannst es nicht verhindern.
00:19:22: Selbst wenn du in der Wohnung bist, kannst du auch nicht verhindern, wenn sie stürzt, wenn ihr nicht im selben Raum seid.
00:19:28: Das
00:19:29: ist manchmal halt auch einfach, ich sage es immer wieder gerade auch ältere und Kinder.
00:19:33: Da liegen manchmal sehr viele... Also die liegen manchmal selbst beieinander nahe.
00:19:39: Wenn ein Sohn hier rumläuft, der kann ja auch potenziell immer weh tun.
00:19:44: Die Gefahr ist überall!
00:19:46: Wir uns ja auch.
00:19:47: Kennt ihr jeder?
00:19:48: Läuft mal rum, dann kommt da dieser eine Kante vom Tisch oder so.
00:19:55: Warum soll das denn nicht grastischer auch bei älteren Menschen dann auch passieren?
00:20:00: und da tut es halt noch mal mehr weh, weil die Haut nicht mehr so dick ist, die Knochen sind nicht mehr stabil?
00:20:07: Und sie wird ja ein bisschen mitbetreut von dem ambulanten Pflegedienst.
00:20:10: also der kommt ja eigentlich dreimal am Tag zu ihr und als ich dabei kam er nicht, weil das wäre zu verwirrend gewesen.
00:20:19: Aber wir haben uns natürlich.
00:20:23: Ich hab tatsächlich so eine kleine Übergabe bekommen, das fand ich ganz cool.
00:20:27: Was dann pflegert ist bei der Oma so auffällig ist und sie hatte halt so ne kleine Wunder an der Haut... Und als ich das gehört habe dachte ich natürlich, oh Gott!
00:20:36: Oh Gott!
00:20:37: Ich muss es sofort anschauen.
00:20:39: Ich muss sofort beurteilen um Himmels willen.
00:20:42: Hoffentlich ist kein Dekubitus.
00:20:43: Und was man sich denn alles denkt?
00:20:45: Direkt Notfall.
00:20:46: Ein
00:20:48: Notfallset
00:20:48: eingepackt mit modernes Mundmanagement
00:20:52: Unexperte noch mitgenommen, die in der Hotel geschlafen.
00:20:56: Ich habe schon ge-googelt welche Erführungszeiten der Hausarzt hat.
00:21:00: falls ich irgendwas brauche wenn ihr den Hausarz kontaktieren könnt und dann guckt und dann sage ich wo ist denn deine Wunde?
00:21:07: Es wusste sie natürlich nicht.
00:21:08: Und ich, einmal in der Woche wird sie dann auch so richtig geduscht mit allem Drum und Dran.
00:21:14: Das habe ich dann auch gemacht mit ihr.
00:21:16: Dann hab' ich natürlich die Chance genutzt um mir diese Wunde angeschaut.
00:21:20: Die Wunde war ganz harmlos und alles fein.
00:21:22: also es hat mich sehr beruhigt.
00:21:24: aber man fängt... Aber das beruht ja auch!
00:21:26: Da ist ja der Pflegedienst auch sehr genau.
00:21:28: wenn die auch kleine Wunden übergeben da spricht ja schon Qualität auch.
00:21:33: Ja, die sind auch sehr lieb mit ihr uns sehr herzlich mit ihr und sie spricht eigentlich auch gut von denen.
00:21:37: Und was
00:21:39: machen die bei ihr sonst so außer Duschen, wenn sie dreimal am Tag kommen?
00:21:43: Also geben die ihr mehr Orientierung oder...?
00:21:46: Ja und die geben mir halt die Tabletten.
00:21:49: Sie würde sie sonst nicht nehmen.
00:21:51: Und sie hatte ja vor zehn Jahren einen Herzenfakt... ...und muss dann ein bisschen was einnehmen!
00:21:59: Das ist schon wichtig dass sie das immer alles nimmt.
00:22:04: Deswegen kommen die und geben ihr die Tablettenquatschen ein bisschen mit ihr, schauen dass sie was trinkt.
00:22:11: Also das sie genügend trinkts weil es ist halt sehr... Das macht sich bei ihr total bemerkbar.
00:22:17: also ein Glas Wasser zu wenig und sie weiß schon wieder die Hälfte nicht.
00:22:21: Und genau duschen Sie bringen sie auch abends machen sie sie bettfertig Also helfen ihr so ein Bissangehalt, was sie machen soll.
00:22:31: Sie kann das selber machen, aber man muss ihr halt hinwerfen... Also sie ist da immer, ich muss sitzen in ihrem Sessel und dann werden wir sie ein bisschen abends nachrichten gucken und ein bisschen fernsehen und um Punkt zwanzig Uhr springt sie auf, sie ist ja körperlich fit, hüpft sie in die Höhe und sagt Ich gehe jetzt ins Bett!
00:22:50: Und dann dachte ich mir halt am Anfang gut, sie geht jetzt ins Wett und sag ich okay, dann im Schlafgut.
00:22:57: Dann sehen wir uns wieder morgen früh und ich komme gleich nochmal zu dir, gehe schon mal ins Zimmer.
00:23:02: Und dann ist so nach zehn Minuten bin ich in ihr Zimmer und dann saß sie auf dem Bett total verzweifelt weil sie nicht wusste was jetzt machen soll.
00:23:09: Und da war es erst einmal so richtig traurig.
00:23:12: Ich dachte oh nein!
00:23:13: Sie sitzt schon zehn Minuten und startet gegen ihre Tür.
00:23:19: Und dann hab ich gesagt, oh Mensch, was machst du denn hier?
00:23:22: Du bist ja noch gar nicht fertig fürs Bett.
00:23:25: Dann hat sie gesagt, ich weiß auch nicht, was ich machen soll.
00:23:28: Sag's mir doch!
00:23:29: Ja wie krass,
00:23:30: ne?!
00:23:31: Aber wie gut dass Sie sich da noch so ausdrücken kann, ne?
00:23:35: Ja, sie drückt sich dann halt sehr verzweifelt aus und das tut einem dann noch mehr Leid.
00:23:40: weil du diese Hilflosigkeit merkst Kennst du sie ja ganz anders?
00:23:48: Also ich finde, der Übergang ist zu schwer.
00:23:50: Das
00:23:51: ist einfach eine verdammte Krankheit!
00:23:53: Man kann auch nicht umrechenbar... Ja und man kann auch diese Kommunikation mit ihr führen, die man früher hatte.
00:24:00: Wir haben über alles gesprochen und haben immer auch die gleichen Ansichten geteilt und konnten eigentlich gut über Dinge sprechen oder so ein bisschen ... Ja, philosophieren.
00:24:17: Was man so denkt und fühlt und alles.
00:24:20: Das kannst du nicht mehr mit ihr.
00:24:21: Du kannst nicht mehr diese Art Kommunikationen führen die du früher geführt hast.
00:24:25: Und das muss man irgendwie auch akzeptieren dass du mit ihr diese Gespräche nicht mehr führen kannst.
00:24:32: Dass eigentlich sie als Gesprächspartner in der Hinsicht verloren hat.
00:24:38: Krasser Aussage!
00:24:40: Ich finde das was du erzählt hast auch mit deinem Opa zeigt eigentlich was ganz Interessantes auch.
00:24:48: Das betrifft ja auch unglaublich viele andere Familien, das Szenario jetzt, was leider bei dir ist und du hast ja schon gesagt irgendwann passiert mal so ein Rollenwechsel.
00:25:00: die Menschen, die früher auf einen aufgepasst haben, auf die passt man dann jetzt halt auf.
00:25:07: Und wann hast du denn gemerkt?
00:25:11: Man beginnt in eigentlich so dieses diese Angehörigenpflege ein.
00:25:15: Also den Opa, der hat ja, wenn ich das jetzt mal so richtig einordnen darf, vielleicht ist die noch gar nicht gepflegt im Sinne von gewaschen mobilisiert sondern er hat sich schon einfach gut eine Struktur gegeben durch Zuhörer mit ihr reden mit ihr rausgehen.
00:25:33: Das Beginn halt vielleicht schon mal einmal mit solchen Fragen, wie hast du deine Tabletten schon genommen?
00:25:38: Oder müssen wir heute zum Arzt.
00:25:39: Ich fahre dich zum Arz!
00:25:40: Also all das sind ja eigentlich auch schon Sachen die zählen gleich noch nicht in den harten Begriff Pflege mit allen aber die geben Unterstützung und helfen der Person.
00:25:52: oder ich mache jetzt mal schnell deine Einkäufe.
00:25:58: Also merkt man da eigentlich, vielleicht kannst du das auch gut beantworten, Tamara.
00:26:02: Merkt man das eigentlich wenn aus Unterstützung plötzlich pflege
00:26:05: wir?
00:26:06: Wenn so dieser Übergang auf einmal kommt.
00:26:09: Lässt es eher einen schleichenden Fliesen?
00:26:11: Ich glaube bei Angehörigen also nicht so.
00:26:14: ich glaub dass ist dann so ein zum Schleichender Prozess.
00:26:19: Du machst es automatisch für sie weil er steht ja gar nicht zur Frage ob ich es mache oder nicht.
00:26:24: natürlich mach ich's Wenn ich sehe, sie nimmt ihre Tabletten nicht.
00:26:30: Da frage ich ja nicht ob ich die Tablette jetzt geben soll?
00:26:33: Ich gebe es ihr natürlich!
00:26:34: Also ich stelle mir die Frage gar nicht was sich alles tun muss für Sie sondern ich kümmere mich einfach.
00:26:41: Aber ich glaube das ist wenn du so zusammenlebst wie deine Omi und dein Opa den ist das vielleicht gar nicht so bewusst was da alles passiert.
00:26:51: aber wenn du dann zu Besuch kommst und du das siehst von außen quasi Das ist ja für dich selbstverständlich, dass du das auch machst.
00:26:59: Aber
00:27:00: dann erkennt man das doch sicherlich.
00:27:02: also...
00:27:04: Ja und du merkst natürlich, oh krass!
00:27:07: Fünfzig Prozent ihrer täglichen Aufgaben kann sie nicht mehr machen.
00:27:13: Genau,
00:27:14: hat das es das selbe gemeint?
00:27:16: Also das merkste natürlich krass und das haben wir halt als Familie gemerkt, als der Opa gestorben ist da wussten die Die kommt in dem Haus gar nicht mehr alleine klar.
00:27:28: Und dann ist es auch aufgefallen und ... Ich hab's mir ehrlich gesagt, ich muss auch ganz ehrlich sein, ich hab's mich ein bisschen schön geredet, sondern ausgededet, indem das ich dachte der Opa ist gestorben, ist ein großer Verlust.
00:27:40: Ähm... Das ist jetzt wie einfach verwirrt und das legt sich wieder.
00:27:47: Aber das war natürlich umso schwerer für mich als ich gemerkt habe dass sich das nicht widerlegt.
00:27:53: Aber das ist ja auch total normal, oder man gibt den Menschen alle Trauer und viele Trauern unterschiedlich.
00:28:04: Und dass ein sowas fertig macht und das aus der Bahn schmeißt, ist ja was völlig Normales irgendwo bis man dann mal merkt, oh da steckt eigentlich eine Erkrankung dahinter.
00:28:15: Das ist ja ein normaler Prozess.
00:28:19: Wir sind ja alles Menschen und wir haben immer permanent Erklärungen für irgendein Verhalten oder Sucher Erklärung.
00:28:24: Für irgendwelchen Verhalten, ne?
00:28:25: Oder für irgendwas was der Normalität abweicht.
00:28:28: Ja.
00:28:31: Sie hat dann halt am Anfang auch
00:28:33: gemerkt...
00:28:33: Oh!
00:28:34: Schon wieder habe ich etwas vergessen oder oh das weiß ich jetzt gar nicht mehr.
00:28:38: Und dann hat sie das sehr überspielt mit ihr da.
00:28:40: Sie ist ja auch eine sehr lustige Frau und also sie hat einen sehr guten Humor und er wurde immer stärker und da hat man halt auch gemärkt dass sie mit diesem Lustigsein und den Witzen ihre Vergesslichkeit überspielt.
00:28:59: Und ja, am Anfang dachte man sich auch so, die Oma, die ist halt einfach eine Lustige, aber ... Ja?
00:29:04: Aber
00:29:07: wie
00:29:07: war das denn wenn ihr dann so unterwegs wart?
00:29:10: Ihr habt doch so schöne Ausflügel gemacht!
00:29:12: Das war am Anfang also die ersten zwei Tage waren ein bisschen schwer weil ich natürlich Also sie geht jetzt immer mit ihrem Stock, weil sich beim Gleichgewicht so ein bisschen unsicher fühlt und sie möchte sich dann immer rechts einhaken.
00:29:25: Und ich habe mir der Paulisle an der Leine, da hatte ich recht die Oma links im Paulin und dann habe ich mir gedacht, nee das geht's so nicht!
00:29:31: Da
00:29:31: kommen wir nicht vorwärts.
00:29:34: Dann hab' ich sie gefragt ob sie ihn nicht in den Rolator benutzen wollen würde.
00:29:37: Nee, das wäre nur was für alte Leute und es will nicht.
00:29:43: Sie meinen, das gefällt ja auch nicht so gut.
00:29:45: Es ist nicht schön und sie würde lieber den Stock nehmen.
00:29:49: Dann haben wir geübt mit Stock und ohne Einhaken.
00:29:51: Wir hatten das in zwei Tagen gebraucht bis wir da für uns einen Weg gefunden haben aber es war dann sehr lustig.
00:29:57: Sie war immer voll dabei.
00:29:59: Ich habe mir gesagt, Oma, es wird er schön!
00:30:01: Wir machen uns heute einen guten Tag und Zack stand sich schon mit ihrer Sonnenbrille parat Und in ihr Zimmer gehüpft hat ihre Tasche gepackt.
00:30:11: Die meint, sie muss alles mögliche mitnehmen.
00:30:14: Geld ist natürlich immer sehr wichtig.
00:30:19: Das bedrückt sie total oder es beschäftigt sie total wo denn ihr Geld sei und wie viel sie überhaupt hätte und ob das reicht.
00:30:29: Sie kann halt nicht mehr... Sie hat halt ein bisschen Geld im Gelb-Bottle gehabt und es war ja nicht klar, dass sie davon ihren Kaffee bezahlen kann.
00:30:38: Sie dacht das ist wenig.
00:30:39: Und ich sagte Oma wie viel kostet denn einen Kaffe?
00:30:43: Das ist ihr total fremd, das weiß sie nicht.
00:30:46: Ja... Da
00:30:47: geht uns Müllerweiler aber ganz schnell uns allen so.
00:30:51: Bei den Spritpreisen zum Beispiel.
00:30:52: Oh!
00:30:53: Schon wieder ein Euro
00:30:54: mehr?!
00:30:56: Aber wenn du dann so mit ihr unterwegs bist, dann fährt es auf dem ersten Moment gar nicht so auf.
00:31:01: Also sie ist echt sehr lieb zu allen und sehr süß.
00:31:06: Sie hat auch Leuten begegnet mit mir die sie eigentlich kennt.
00:31:11: Die kannte sie nicht aber sie hat immer gesagt was für eine nette Frau wir da kennengelernt haben Obwohl wir sie schon ewig kennen.
00:31:19: Aber wie schön, dass sie lernt auch Menschen die sie kennt
00:31:22: immer wieder neu kennen.
00:31:23: Ja!
00:31:24: Sie hat wirklich
00:31:24: eigentlich eine neue Erfahrung gelernt.
00:31:25: Das darf man eigentlich nicht sagen aber...
00:31:27: Aber irgendwie ich dachte es mir aber auch, ich dachte mir ach schön eigentlich, hat sich halt einfach jetzt die Leute nochmal neu kennengelernt und hatte da ein gutes, ne gute Erfahrung.
00:31:37: also sieht dann sehr lieb auch und sehr höflich ist auch süß.
00:31:40: wenn man mit Essen geht dann sagt sie auch immer Freiline Könnte ich noch was bestellen?
00:31:48: Und sie möchte jetzt immer ihr Wasser warm trinken und dann fragt sich immer höflich, ob sie den lauwarmes Wasser kriegen würde.
00:31:54: Also das ist schon süß!
00:31:56: Dann findet jeder sie süß.
00:31:58: Das merkst du auch wenn sie damit... Die
00:32:01: Leute reagieren auch gut auf Sie.
00:32:04: Ja ja und ähm ja sie hat sich an dem Paul gewöhnt und irgendwie war es für sie dann glaube Toll.
00:32:13: Und sie hatte dann auch Tage, da wusste sie sofort wer ich bin und hat auch Geschichten von früher erzählt und konnte sich da gut erinnern.
00:32:24: Dann gab es Tage... Da wusste die ja gar nicht, sondern war sie auch ein bisschen schwierig.
00:32:32: Also dann hatte sie nicht Lust rauszugehen und wollte eigentlich nichts machen außer in ihrem Stuhl sitzen oder an die Decke schauen.
00:32:42: Da war ich dann auch mal so ein bisschen, was mach' ich jetzt mit der?
00:32:46: und wie kann ich es jetzt beschäftigen?
00:32:50: Wir hätten uns sonst den ganzen Tag nebeneinander gesessen und hätten uns angeschweigt.
00:32:55: Sie redet da nichts.
00:32:57: Wenn du sagst, wollen wir was zum Mittag essen, sie hat kein Hunger, sie will nichts trinken.
00:33:01: Sie beneint dann alles!
00:33:05: Und sie will nicht ins Bett gehen sondern in ihrem Sessel sitzen bleiben.
00:33:11: Das waren dann schon mal anstrengende Momente und als Pflegekraft wirst du, was du jetzt tun musst oder du würdest den Patienten halt einfach ins Bett bringen.
00:33:25: Aber mit deiner Oma kannst du das nicht?
00:33:27: Ich konnte nicht einfach hingehen und sagen, du gehst jetzt ins Bett!
00:33:30: Ja...
00:33:30: Sondern ich habe da natürlich gesagt okay gut dann bleibst du einfach noch ein bisschen hier sitzen.
00:33:39: Also da ist man in einer ganz anderen Situation und ich musste eher immer so quasi daran arbeiten, dass ich ihr nicht zeige wie traurig ich jetzt bin eigentlich.
00:33:54: Ich wollte ihr das nicht vermitteln.
00:33:57: Ja, das kann ich verstehen, dass du es mich vermittlen möchtest aber was ja durchaus legitim ist also das was du jetzt machst das können ja auch nicht alle Also viele, die vielleicht nicht pflegernischen Background haben und selbst wenn das ist immer noch was anderes.
00:34:13: Wenn du einen Patienten betreust zu dem du keine Beziehung hast, keine Bindung als wenn du das bei deiner Familie machst wo du dann auch eine sehr starke Bindung oder Beziehungen hast.
00:34:26: gerade das Verhältnis bei deines Oma war ja wirklich so da stand ja überall und dann siehst du da wie dein ich sag mal deine Heldin der Kindheit leider nicht mehr sie selber ist und auch nicht mehr so kann.
00:34:40: Und das ist ja auch völlig legitim, dann auch selber zu sagen... Auch wenn es die Oma ist oder wenn's die eigene Mama wäre oder so, ich kann das nicht!
00:34:50: Ich muss das jetzt von jemandem anders?
00:34:53: Von einem Pflegedienst ... Oder es gibt ja bei der Oma noch jemanden, der da unherstürzt, dass man das auch abgibt solche Sätze auch zu sagen, ja aber das ist doch deine Mutter.
00:35:09: Für die Familie macht man das doch einfach nicht gut.
00:35:18: Erst mal geht einem das überhaupt nichts an was man für sich unsere Angehörigen macht vor allem wenn wir die Hintergründe gar nicht kennen.
00:35:27: und es ist auch nicht egoistisch professionelle Fliege, so wie ich meinen Anführungszeichen sagen gibt.
00:35:39: Meistens schützt einen das auch einfach selbst weil ich glaube dass haben wir ja auch in unserem Job mitbekommen ganz häufig wenn wir mit Patienten zu tun hatten die schon ein langes Krankheitsbild hatten und auch ein langs Leidensbild da waren nicht nur die die gelitten haben sondern häufig auf die Angehörigen die daneben saßen am Bett und auch völlig fertig war.
00:35:59: Ja und es kann ich auch nur bestätigen.
00:36:00: also Ich hab schon gemerkt, wenn wir die schönen Tage miteinander hatten und wir haben echt viel unternommen.
00:36:07: Und ich habe versucht so viel wie möglich an die Plätze zu fahren, wo wir immer waren, wo ich mit ihr war als Kind und ... Wo wir halt meine Kindheit miteinander verbracht haben.
00:36:17: Da hab ich mir das alles gezeigt und bin damit hierhin.
00:36:21: Und es war wunderwunderbar!
00:36:23: Aber ich hab auch gemerkt dass nur die Zeit gut für uns ist... was dazugehört die Pflege und die Pflege auch von ihrer Demenz.
00:36:35: Und von allem drum und dran, dass das einfach jemand übernehmen muss der nicht diese Bindung hat.
00:36:44: also ich habe gesagt ich könnte mich nicht komplett um sie kümmern weil
00:36:53: Es gibt Sachen, die kannst du bei deinen Angehörigen nicht machen.
00:36:57: Ich könnte
00:36:57: das emotional nicht!
00:36:58: Ich könnte es ein paar Tage so wie jetzt kann ich das auch wieder machen aber ich könnte das niemals auf Dauer weil das ja wird mich furchtbar traurig machen.
00:37:09: Aber das ist ja auch eine krasse Erkenntnis wenn du das so erkennst.
00:37:13: und wenn du dass das ist Ja auch das kann in die erkenntnis macht einem ja auch trauriges macht einen kann einen traurigt machen Wenn man die Omis so erlebt die ja es leben lang immer, die tolle Oma war mit der man alles geteilt hat.
00:37:28: Die schönen Gespräche, die schweren Gesprächen.
00:37:30: und dann hast du sie als Gesprächspartnerin von London und erkennst du kannst ihr gar nicht so helfen wie du's willst?
00:37:37: Und auf der einen Seite musst du auch sagen ich will sie auch nicht so pflegen wie sie es braucht.
00:37:42: Dafür bin ich nicht die Richtige.
00:37:44: Und es ist eigentlich auch eine super Erkenntnis als liebende Enkeltochter, das muss man ja auch sagen.
00:37:50: Das hat nichts damit zu tun, dass man jemanden weniger liebt, sondern es ist auch ein Eingeständnis sich selbst gegenüber und einen Schutz für die Umwelt und für dich auch.
00:38:01: Es ist ganz wichtig und es ist sowieso erstaunlich... Ich habe gerade im Studium, dass immer noch weit oder seventy-fünf Prozent der Menschen bereit sind ihre Angehörigen.
00:38:10: zu pflegen.
00:38:12: Ja,
00:38:13: ich finde es so.
00:38:15: Ich glaube aber auch viele einfach das Unterschätzen was da wirklich alles hintersteckt.
00:38:23: Das sind ja nicht immer die noch nicht so intimen Sachen wie ich gebe mein Mama ein paar Medikamente, ich fahre sie mal zum Arzt.
00:38:33: Wasch mal deine Mama, geh mal mit ihr auf Toilette mach das mal wieder weg Also auch diese ganzen Szenarien-Ginder.
00:38:41: Wenn ich eine Umfrage starte in meinem angehörigen Umfeld, wo ich einfach mal stumm fragen würde, würdet ihr mit eurer Mutter, wenn sie es jetzt bräuchte den Toilettengang machen und auch sauber und so?
00:38:52: Würdet ihr das machen?
00:38:53: Wahrscheinlich die meisten sage aus dem Bauch raus auf gar keinen Fall!
00:38:57: Ja, aber vielen bleibt ja nichts anderes übrig.
00:39:00: Weil sie das Geld dafür nicht haben, Pflegedienst zu zahlen oder weil einfach die Kosten... Also das Geld da für fehlt.
00:39:08: Da bleibt einigen oder die Infrastruktur auch im sehr ländlichen Bereich fehlt.
00:39:13: Aber so ist es ja manchmal auch und es gibt ja auch ältere Menschen, die das verlangen von ihren Kindern.
00:39:21: Das ist ja auch etwas Krasses.
00:39:24: Würdest du denn, Tamara?
00:39:26: Wenn du das jetzt gerade auch so erzählt hast bei deiner Oma wenn sie dann da so alleine sitzt und du hast ja gesagt drei mal am Tag kommt der Pflegedienst.
00:39:34: Der ist ja auch nicht die ganze Zeit da.
00:39:36: Sie sind immer so objektiv betrachtet.
00:39:39: Nur ein Gedanke wäre das nicht... Also sie würde glaube ich extrem davon profitieren, wenn sie konstant um sich herum vielleicht auch andere Menschen hat.
00:39:49: also Wäre da eine Option das Pflegeheim oder, oh Gott, Dementvigis gibt es ja auch.
00:39:55: So hat man da schon mal darüber nachgedacht?
00:39:58: Oder fällt das weg weil ihr hier noch jemanden anders habt wo du bestimmt jetzt hinkommst der euch da... Also
00:40:06: das Pflegeheim steht schon zur Auswahl und als das erste Mal angesprochen worden ist habe ich das natürlich innerlich für mich komplett verneint, ich konnte mir das nicht freustellen.
00:40:17: Oh Gott!
00:40:17: Ich geb sie doch nicht ins Heim auch keine Freude oder ein regnliches
00:40:19: Leben.
00:40:19: Ja und ich konnte mich auch nicht vorstellen dass sie dahin geht und dass ich sie da besuchen muss.
00:40:24: aber... Mittlerweile glaube ich, wäre das der beste und schönste Ort für Sie.
00:40:29: Weil sie ständig um sich herum hätte.
00:40:31: Sie hatte ihre festen Strukturen, ihren festen Tagesablauf.
00:40:37: Und wenn man dann eben diese schöne Zeit mit ihr verbringen möchte weil genau das sollte man tun mit seinen Angehörigen so lange man sie noch hat Diese schöne Zeit intensiv miteinander verbringen und dann kann man sie da ja einfach abholen einen Ausflug machen oder mit ihr dort Zeit verbringen, aber du musst dich um nichts anderes kümmern außer die Zeit mit ihr zu verbringen.
00:41:02: Da dachte ich mir... Das ist
00:41:04: das Wichtigste!
00:41:05: Genau und da dachte ich mich, dass es eigentlich genau das Richtige.
00:41:08: Aber man bekommt ja nicht immer sofort ein Platz.
00:41:10: deswegen hat man natürlich jetzt eine Wartezeit und die muss man irgendwie auch noch hinkriegen.
00:41:16: Und es gibt eine sehr nette Nachbarin die kommt aus Afghanistan und sie ist schon ein bisschen länger in Österreich, aber sie wohnen jetzt erst seit einer Zeit eben da als Nachbarn.
00:41:34: Und sie hat halt gemerkt dass sich darum die Oma gekümmert wird und dass man eigentlich mehr bräuchte.
00:41:42: und meine Oma liebt es ja ins Café zu gehen Und Kaffee und Kuchen.
00:41:50: Was wolltest du noch mal machen, wenn es nicht Pflege geworden wird?
00:41:55: Ein Café eröffnen!
00:41:58: Auch da... was hab ich mit meiner Oma darüber gesprochen und was hätten wir für tolle Ideen gehabt?
00:42:04: Aber gut ja und diese Nachbarin hat sich dazu bereit erklärt sich ein bisschen, wenn wir das möchten um unsere Umi zu kümmern Und dann haben ... ja, das ist auch schon ein bisschen länger her um sich kennengelernt und so.
00:42:19: Die ist sehr, sehr herzlich und die sehr liebt mit ihr.
00:42:24: Meine Oma hat sie Gott sei Dank auch lieb- und nett empfangen und willkommen geheißen.
00:42:29: Am Anfang hat sie schon gesagt, naja, aber sie muss mir nichts helfen!
00:42:33: Ich brauche hier nichts von ihr und so... Aber die geht immer mit ihr jetzt einmal die Woche ins Café trinken?
00:42:39: In ihr Lieblingscafé holt es sie ab.
00:42:41: Und dann macht sich die Oma auch schon schick und dann gehen die da wirklich ganz schick Kaffee trinken, und sie kocht natürlich viel.
00:42:50: also die hatten auch eine große Familie und bringt dann immer mal wieder Essen vorbei für die Omas was du dich einfach nur aufwärmen musst in der Mikrowelle und das ist aber alles frisch.
00:43:09: Oha wir haben mal wieder internen Struggle.
00:43:11: ihr kennt es Ihr liebt es gerade in dieser guten Phase.
00:43:19: Das muss ich das alleine überbrücken, weil ich höre gerade Tamar und Heike leider gar nicht mehr.
00:43:27: Ich hoffe aber dass ihr bis jetzt Spaß mit der Episode habt und sie zumindest sehr interessant findet.
00:43:35: Echt tollen Job!
00:43:35: Aber die haben natürlich nur eine begrenzte Zeit?
00:43:38: Ja klar!
00:43:39: Und die können auch nicht stundenlang da Frühstück vorbereiten.
00:43:44: Die hat einfach mehr Zeit und die will sich kümmern.
00:43:48: Und da merkst du auch, das macht sie gerne.
00:43:53: Das ist wirklich sehr schön!
00:43:56: Also Grüße von uns gehen raus an die liebenswürdige Nachbarin Kanda-Oli von der Marha.
00:44:04: Wir hatten gerade tatsächlich also ich anscheinend ihr habt es nicht mitbekommen Ich fall grad komplett raus
00:44:09: Du warst komplett
00:44:11: weg.
00:44:12: Mal wieder ein Live, also ich hier mal wieder... Aber Internet war komplett weg!
00:44:17: Also das letzte was ich und vielleicht auch die Zuhörer gehört haben war dass sie einmal mit deiner Oma ins Café geht du ja auch mit ihr ganz viel über deine Kaffeepläne gesprochen
00:44:28: hat.
00:44:29: Und wie schön es ist, dass so eine Nachbarin gibt.
00:44:35: Aber ihr habt ja auch weiter geredet, gab's da noch was?
00:44:37: Ja
00:44:38: das hast du zusammengefasst.
00:44:40: Eine Nachbarin voller... Wir haben gesagt eine Nachbarinn voller Nächstenliebe!
00:44:45: Ein guter Mensch.
00:44:46: Ein sehr guter Menschen.
00:44:48: Okay.
00:44:48: Aber Tamara war kurz der Host.
00:44:50: Ach aber das
00:44:51: Recording
00:44:52: war unterbrochen.
00:44:52: tatsächlich auch
00:44:54: Ja, wir zeichnen jetzt wieder auf.
00:44:56: Ich bin gespannt was das mit der Episode macht aber da kriegen wir schon wieder hin.
00:45:01: also ihr kennt ja Pflegeeizkeits.
00:45:03: Aber
00:45:03: das zeichnet uns ja aus ne?
00:45:05: Richtig wenn ich einmal... Der unprofessionellste
00:45:07: Podcast der Welt!
00:45:10: Nee, aber dafür auch.
00:45:11: Okay, ich würde gerne zum Schluss der Episode kommen und ich hätte Ein paar eiskalten Fragen an euch, die ihr bitte nur mit Ja oder Nein beantworten dürft.
00:45:24: Ich fange immer
00:45:26: an.
00:45:26: Sagst du, wer antworten soll?
00:45:29: Das kann ich so moderieren.
00:45:35: Unsere Zürer dürfen natürlich erst für sich mitantworten und können ja gerne mal ihre Antworten sonst auch in die Kommentare... Hey!
00:45:42: Du hast eine Kleine Frage!
00:45:44: Also eigene Eltern zu Hause fliegen.
00:45:47: Ja oder nein?
00:45:49: Tamara?
00:45:49: Nein
00:45:52: Heike?
00:45:53: Nein.
00:45:55: Äh, Medikam...
00:45:57: Oh nein!
00:45:58: Ach so, man muss... Ja oder nein?
00:46:00: Das ist eine schwere ja-nein Frage.
00:46:03: Weil du
00:46:04: musst die Pflege ja definieren.
00:46:05: Medikamentenvergabe,
00:46:07: ja.
00:46:07: Muss ich nicht ausbauchen,
00:46:09: ja oder
00:46:09: nein?!
00:46:09: So haben wir keine Pflege in sich von Grundpflege.
00:46:11: Nein,
00:46:13: nein.
00:46:13: Die gesprochen den Politiker.
00:46:15: Ich auch nicht.
00:46:20: Pflegeheim kann die richtige Entscheidung sein, ja or nein.
00:46:23: Kamera.
00:46:27: Ja,
00:46:29: sehe ich auch so.
00:46:32: Darf man als Angehöriger sagen?
00:46:33: Ich kann das nicht mehr.
00:46:36: Tamara.
00:46:37: Ja!
00:46:38: Okay Heike.
00:46:39: Achso, Entschuldigung.
00:46:43: Sollten Angehöhrige früher professionelle Hilfe annehmen... ...Tamara?
00:46:50: Ja.
00:46:53: Heike?
00:46:55: Ja!
00:46:56: Ja, seh' ich aus.
00:46:57: Hege?
00:46:58: Ja, séch' auch so.
00:47:00: Und jetzt eine sehr wichtige Frage.
00:47:03: Ist unser Pflegesystem zu abhängig von Angehörigen?
00:47:12: Sorry,
00:47:13: ja!
00:47:14: Es sprudelt aus der Rauszeit.
00:47:15: ist das jetzt völlig in Ordnung.
00:47:16: Ja sorry Tamara, sorry.
00:47:23: Ich fand das war ne sehr interessante Folge die heil einfach auch zeigt.
00:47:28: Pflege begeht nicht immer mit ich mache jemanden sauber oder ich helfe ihn aufzustehen, sondern ich bin auch einfach für jemandem da und übernehme kleine.
00:47:36: Alltagstrukturen und Hälfte dabei gerade bei so einer komplexen Krankheit wie Demenz muss mal aus sein das können aber hätte sie auch ganz anders abspielen können wer deine Oma vielleicht noch dazu körperlich eingeschränkt wäre.
00:47:49: vielleicht auch nicht die Süße, nette Oma.
00:47:53: Sondern wir wissen auch demens kann in eine ganz andere Richtung gehen es kann die Menschen komplett anders werden lassen und deswegen war das mal sehr interessant zu hören wie das bei dir so abläuft und das ist deiner Oma.
00:48:12: aber dass ihr immer noch unter den ganzen traurigen Momenten und unschönem Moment aber auch immer noch schöne Momente habt die man dann ja auch glaube ich nochmal mehr genießt.
00:48:24: Man muss schon zusammenfassend sagen, dass wir eine richtig gute Zeit hatten und das der Abschied war sehr, sehr schwer.
00:48:37: Hat sie das auch verstanden?
00:48:38: Dass du gehst...
00:48:40: Ja, sie hat es verstanden, dass ich gehe und tatsächlich hat sie auch verstand, dass sich den Hund wieder mitnehme.
00:48:50: Sie war dann kurz... Ich hatte ein kurzes Gefühl, sie ist mehr traurig um den Hund.
00:48:55: Weil auch der ist ja extrem ans Herz gewachsen und denen sie eigentlich vorher hat, den kannte sie ja schon alles aber er war neulich.
00:49:06: Aber der Abschied war richtig, richtig schwer für beide.
00:49:11: Ich möchte noch mal sagen ich muss das wirklich ganz mal sagen, Tamara vielen Dank dass du Deine Omi bei uns im Podcast zum Thema gemacht, weil ich finde auch das nicht selbstverständlich.
00:49:25: Dass man das so erzählt, so emotional auch erzählt was ein da... Was dich bewegt?
00:49:32: Was die Omi ausgemacht hat, dass es schwere Tage lang gute Tage gab, dass du die Omy als Gesprächspartnerin quasi verloren hast und wie sie dich auf deinen Lebensweg begleitet hat, das tut sich ja jetzt immer noch aber
00:49:46: als
00:49:47: mehr doch mehr entfernt wahrscheinlich und nicht mehr so ganz interessiert bei der Sache, wo es ja da ist.
00:49:55: Und das ist für mich nicht selbstverständlich dass man sowas so schön auch und so warmherzig erzählt.
00:50:00: also absolut rübergekommen, dass die Omi ein ganz wichtiger Mensch für dich
00:50:05: war
00:50:05: schon immer und auch immer noch isst und das finde ich habe mich auch wieder an die Beziehung mit Helge gibt's bestimmt genauso an unsere Oma erinnert.
00:50:16: Also das sind einfach besondere Menschen.
00:50:18: Und das muss man sagen, ist bei dir heute wieder... Jetzt muss ich auch mal hier das Bild wieder anmachen.
00:50:26: Hundertprozentig rübergekommen.
00:50:28: was für ein schönes Verhältnis du hast und Ich habe gerne zugehört also ich selber sogar.
00:50:33: Also es ist kein Bedank dafür, dass du uns daran hast teilnehmen lassen.
00:50:38: Weil das war auch für mich bewegen muss ich sagen.
00:50:40: Ja, ich habe oftmals an Oma zurückgedacht und hatte dann auch eins oder zwei kleine Trinkchen im Augen.
00:50:46: in den Augen, bin ich ganz ehrlich.
00:50:48: Respekt haben wir, dass Du das so erzählen hast?
00:50:50: Ich hätte wahrscheinlich emotional ein Leben, aber ich hätte das nicht gekonnt und nicht ganz ehrlich!
00:50:54: Deswegen fand das sehr interessant weil es halt einfach eine Arschlochkrankheit ist.
00:51:02: Wie du das erzählt hast.
00:51:03: Vielen, vielen Dank dafür!
00:51:06: Ich hätte jetzt noch eine Frage an die Community.
00:51:08: Fliegt ihr selbst jemanden aus der Familie oder habt ihr da schon mal gemacht?
00:51:11: Und jetzt mal ganz ehrlich... Wo wären da für euch die Grenzen und wo liegt es zwischen?
00:51:20: ich kann das noch machen oder und ich kann dass jetzt nicht mehr.
00:51:24: Schreibt das doch mal einfach in die Kommentare wenn ihr's hört Wenn ihr Lust habt schreibt uns eine Nachricht bei Instagram, TikTok, Facebook etc.
00:51:31: Wir sind da auch interessiert dran und auch über die Erfahrungen, wie ihr da gemacht habt.
00:51:36: Austausch hilft auch glaube ich bei sowas sehr um Sachen zu verarbeiten.
00:51:42: Und in diesem Sinne wünschen wir euch ein schönes Wochenende!
00:51:48: Schönes
00:51:51: Wochenend!